Das Passivhaus
Ressourcen schonen mit dem Energiesparhaus
Etwa vor 15 Jahren begann man mit der Umsetzung der uns heute bekannten Bauart des Passivhauses. Eine besondere Eigenschaft dieser Häuser ist, dass man bei der Bautechnik bewußt auf Low-Tech setzt, anstelle von High-Tech. Komplizierte technische Verfahren werden nicht verbaut, sondern auf bewährte Verfahren zurückgegriffen, die es ermöglichen, den Energiebedarf durch vorhandene und speziell dafür entwickelte Haustechnik, zu senken.
So kann zum Beispiel die Klimazentrale im Passivhaus auch für die Bereitung von warmem Wasser zum Duschen und weitere Warmwasseranwendungen, genutzt werden. Ebenfalls wird die Körperwärme der im Haus lebenden Menschen als zusätzliche Wärmequelle einkalkuliert.
Spezielle Belüftungssysteme in diesem hocheffizienten Niedrigenergiehaus (NEH) sorgen nicht nur für einen geringsten Wärmeverlust, sondern steuern das Hausklima und sorgen ständig für genügend Frischluft in den Wohnräumen. Wohngifte werden herausgefiltert und schlechte Luft gehört der Vergangenheit an, da diese ständig erneuert wird. Daneben ist die Dichtigkeit des Hauses von größter Bedeutung, denn diese ist der Hauptfaktor bei Wärmeverlusten.
Wer sich für ein Passivhaus entscheidet, sollte sich über die Vorgaben und Richtlinien informieren und eine Bauberatung in Anspruch nehmen.
Wichtig zu wissen ist auch, dass man nicht neu bauen muß, um zu einem Passivhaus zu gelangen. Auch Altbauten können nach bestimmten Vorgaben saniert werden, dass sie schließlich als Passivhaus oder zumindest als Niedrigenergiehaus, klassifiziert werden können.