Das Haus dämmen, aber richtig

Vor allem im Winter, wenn es draußen wieder minus Grade hat, möchte man es in seinen vier Wänden gern behaglich Warm haben. Oft läuft dabei die Heizung auf Hochtouren. Jedoch geht eine Menge Wärme, die von der Heizung erzeugt wird, wieder durch Wände, Dach, Fenster und Türen wieder verloren. Bringt man jedoch eine Dämmung am und im Haus an, kann man einen Großteil der Wärme im Haus zurückhalten und somit auch die Heizkosten erheblich senken. Ist das eigene Heim überhaupt nicht gedämmt, kann man davon ausgehen, dass in etwa dreiviertel der Kosten die für das heizen aufgewendet werden, verschwendetes Geld sind. Mit einer Dämmung lässt sich nämlich gut die Hälfte der Kosten einsparen.

Was kann gedämmt werden?

Man kann sagen, dass sich grundsätzlich alle Teile des Hauses dämmen lassen. Die meisten denken aber fast ausschließlich an die Außenfassade. Aber nicht nur ungedämmte Wände sind für einen hohen Wärmeverlust verantwortlich. Auch über den Dachstuhl geht eine Menge davon verloren. Umso mehr wenn die Wände eine Dämmung haben. Denn so sammelt sich die Wärme und steigt gebündelt nach oben, wo sie dann über das Dach nach außen entweicht. Continue reading

Hausinterne Erfordernisse und Vorgaben

Relevante Fakten zur Wärmedämmung sowie zu hausinternen Erfordernissen und Vorgaben

Den Verlust an Energie durch Transmission und Lüftung mittels Wärmedämmung zu reduzieren ist der Schwerpunkt eines Passivhauses bezogen auf die Energieeinsparung. Somit muss für alle Umfassungsflächen eine möglichst dichte Gebäudehülle erzielt werden. Dazu eine kontrollierte Wohnraumlüftung inklusive Wärmerückgewinnung aus der räumlichen Abluft.

sun-151763_640Wärmebrücken und undichte Stellen sind ein absolutes Tabuthema; auch bezogen auf die Gesamtheit der Anschlüsse bezogen. Dreifach verglaste Fenster mit Argonfüllung und eine möglichst schattenfreie Südausrichtung bieten auch im Winter durch die solare Energiegewinnung eine durchweg positive Energiebilanz.

Die Heizungsfunktion beim Passivhaus und eine konstante Innentemperatur mit guter Luftqualität

Die „inneren Gewinne“ durch Abstrahlwärme von Personen und Geräte werden nur noch durch andere Heizsysteme wie eine Gas- oder Elektrogebäudeheizung, eine Fernwärmeheizung oder auch eine Ölzentralheizung ergänzt. Ideal ist die ergänzende Wärmevermittlung mit einer thermischen Solaranlage, einer Wärmepumpe oder einem Pelletofen. Allerdings kann eine regelmäßige Beheizung über die Lüftungsanlage lediglich eine Heizlast von ca. 10-20 Watt pro Quadratmeter abdecken. Letztendlich ist der Wärme- und somit Energiebedarf vom täglichen Lüftungsverhalten und vor allem vom jeweiligen Empfinden der Bewohner abhängig. Continue reading

Die Wärmedämmung beim Passivhaus

Sie stellt mit Abstand die wichtigste Maßnahme bei der Errichtung von Passivhäusern dar. Die Rede ist von der Wärmedämmung. Hier können auf dem Weg zum fertigen Haus eine Reihe von planungstechnischen und bautechnischen Fehlern passieren, die es zu vermeiden gilt.

Wärmeverlust

sunset-681840_640Eine gute Wärmedämmung ist Garant dafür, dass die Oberflächen von Wänden, Decken und Böden trocken und warm bleiben. Dies stellt den entscheidenden Faktor eines Passivhauses dar. Es würde nicht funktionieren, wenn die Dämmung nicht dafür sorgt dass der Heizwärmebedarf am kältesten Tag im Jahr so klein ist, dass er alleine mit der vorgewärmten Frischluft oder einer kleinen Zusatzheizung bereitgestellt werden kann.

Der Wärmeverlust durch ein Bauteil wird durch den so genannten Wärmedurchgangskoeffizienten beschrieben. Dieser gibt an, in welcher Zeit wie viel Wärme durch eine bestimmte Fläche des Bauteils nach außen übertragen wird, wenn die Temperaturdifferenz ein Grad (Kelvin) beträgt. Daher auch die Einheit: W/m²K. Dieser Wärmeverlust ist entscheidend, da jeder dieser Verluste durch eine entsprechende Maßnahme (zusätzliches Beheizen) ausgeglichen werden muss. Continue reading