Die Wärmedämmung beim Passivhaus

Sie stellt mit Abstand die wichtigste Maßnahme bei der Errichtung von Passivhäusern dar. Die Rede ist von der Wärmedämmung. Hier können auf dem Weg zum fertigen Haus eine Reihe von planungstechnischen und bautechnischen Fehlern passieren, die es zu vermeiden gilt.

Wärmeverlust

sunset-681840_640Eine gute Wärmedämmung ist Garant dafür, dass die Oberflächen von Wänden, Decken und Böden trocken und warm bleiben. Dies stellt den entscheidenden Faktor eines Passivhauses dar. Es würde nicht funktionieren, wenn die Dämmung nicht dafür sorgt dass der Heizwärmebedarf am kältesten Tag im Jahr so klein ist, dass er alleine mit der vorgewärmten Frischluft oder einer kleinen Zusatzheizung bereitgestellt werden kann.

Der Wärmeverlust durch ein Bauteil wird durch den so genannten Wärmedurchgangskoeffizienten beschrieben. Dieser gibt an, in welcher Zeit wie viel Wärme durch eine bestimmte Fläche des Bauteils nach außen übertragen wird, wenn die Temperaturdifferenz ein Grad (Kelvin) beträgt. Daher auch die Einheit: W/m²K. Dieser Wärmeverlust ist entscheidend, da jeder dieser Verluste durch eine entsprechende Maßnahme (zusätzliches Beheizen) ausgeglichen werden muss.

Es ist klar, dass diese Wärmeverluste nur dann nicht auftreten, wenn ein entsprechendes Dämmmaterial verwendet wird. Um noch dazu vernünftige Bauteildicken zu erhalten, wird also der Großteil des Wand,- Decken- oder Dachaufbaues, neben der konstruktiven Elemente, aus Dämmung bestehen. Und hier ist entscheidend, dass der Wärmedurchgangswiderstand möglichst gering gehalten wird. Das heißt, je besser dieser Wert, desto effizienter die Dämmung.

Wirtschaftlichkeit

Der weit verbreitete Glaube, dass sich die hohen Dämmstärken bei Passivhäusern nicht lohnen würden, ist nicht so ganz richtig. Bedenken Sie, dass die Dämmung an der Außenwand locker 40 Jahre hält, abgesehen davon, dass man die Fassade einmal neu streichen bzw. verputzen muss. Außerdem haben wir es mit steigenden Energiekosten, sowohl für Holz als auch für Gas und Öl zu tun. Die bereits angebrachte Dämmung wird nicht mehr teurer, sondern es handelt sich bei dieser um Einmalkosten bei der Errichtung.

Außerdem bekommen Sie die übrigen Vorteile frei Haus mitgeliefert: Keine kalte Strahlung und keine Kaltluftseen am Boden mehr und weiters kein Schimmel und Behaglichkeit durch Wärmeabstrahlung der Außenbauteile.

Fazit

Bei der Errichtung eines Passivhauses kommt es ohne Zweifel hauptsächlich auf die Art und Weise der Dämmung und deren Qualität an. Nur wenn der Heizwärmebedarf unter 15 KWh/m²a beträgt, kann man in unseren Breiten von einem Pssivhaus sprechen. Planen Sie also ein solches Eigenheim, sollten Sie das Hauptaugenmerk auf die Dämmung legen.