Die Wärmedämmung beim Passivhaus

Sie stellt mit Abstand die wichtigste Maßnahme bei der Errichtung von Passivhäusern dar. Die Rede ist von der Wärmedämmung. Hier können auf dem Weg zum fertigen Haus eine Reihe von planungstechnischen und bautechnischen Fehlern passieren, die es zu vermeiden gilt.

Wärmeverlust

sunset-681840_640Eine gute Wärmedämmung ist Garant dafür, dass die Oberflächen von Wänden, Decken und Böden trocken und warm bleiben. Dies stellt den entscheidenden Faktor eines Passivhauses dar. Es würde nicht funktionieren, wenn die Dämmung nicht dafür sorgt dass der Heizwärmebedarf am kältesten Tag im Jahr so klein ist, dass er alleine mit der vorgewärmten Frischluft oder einer kleinen Zusatzheizung bereitgestellt werden kann.

Der Wärmeverlust durch ein Bauteil wird durch den so genannten Wärmedurchgangskoeffizienten beschrieben. Dieser gibt an, in welcher Zeit wie viel Wärme durch eine bestimmte Fläche des Bauteils nach außen übertragen wird, wenn die Temperaturdifferenz ein Grad (Kelvin) beträgt. Daher auch die Einheit: W/m²K. Dieser Wärmeverlust ist entscheidend, da jeder dieser Verluste durch eine entsprechende Maßnahme (zusätzliches Beheizen) ausgeglichen werden muss. Continue reading

Kosten eines Passivhauses

Bei aller Wertschätzung für energieeffizientes Bauen und geringen Energieverbrauch darf man bei der Errichtung eines Passivhauses aber einen entscheidenden Faktor nicht außer Acht lassen: Die Kosten. Aber um wie viel teurer ist so ein in passiver Bauweise errichtetes Einfamilienwohnhaus und wann amortisieren sich die zusätzlichen Investitionen?

Kosten & Amortisation

businessmen-397680_640Ein Passivhaus ist grob geschätzt um bis zu 15 % teurer als ein konventionell errichtetes Eigenheim. Das liegt zum Großteil an den erforderlichen Zusatzinvestitionen. Diese sind im wesentlichen die Dämmung und die Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung aber auch die Arbeitszeit ist ein entscheidender Faktor, da diverse Bauanschlüsse sauberer ausgeführt sein müssen – und das kostet eben Zeit und Geld. Wenn ein altes Gebäude renoviert wird, können Sie mit bis zu 20 % erhöhten Kosten rechnen, wenn es auf Passivhausstandard gebracht werden soll.

Die Amortisationsdauer beträgt etwa 8 bis 12 Jahre. Entscheidend hierfür sind Faktoren wie zukünftige Energiepreise und Zinsentwicklung des zur Errichtung aufgenommenen Kredits. Etwa 80 % beträgt das Einsparungspotential bei der Heizenergie, da beim Passivhaus bestenfalls eine Zusatzheizung erforderlich ist. Continue reading

Die wesentlichen Parameter eines Passivhauses

Das Passivhaus unterscheidet sich von einem konventionellen Einfamilienhaus in der Art der Ausführung. Neben erhöhter Dämmung und einer kontrollierten Wohnraumlüftung verfügt es über building-419204_640spezielle Heizsysteme. Aber wie funktioniert so ein Pasivhaus wirklich und was sind die grundlegenden Parameter, um zu garantieren, dass diese Art der Gebäudeerrichtung energieeffizienter als eine herkömmliche Bauweise ist?

Wärmedämmung

Auf die Wärmedämmung wird beim Passivhaus mit Sicherheit der Schwerpunkt gelegt. Die Außenbauteile des Hauses, also Dach, Wände und Fußboden im Erdgeschoss werden so konzipiert, dass diese im Winter ein zuheizen nicht erforderlich machen und im Sommer vor Überhitzung schützen. Dazu ist es erforderlich, dass alle Anschlüsse fachlich einwandfrei hergestellt werden und es beispielsweise bei Fenstern außen und innen entsprechende Dichtbänder gibt. Die Richtlinien zur Herstellung eines Passivhauses sind dermaßen streng, dass es in vielen Ländern speziell hohe Förderung bei der Umsetzung eines solchen Hauses gibt, die den erhöhten Dämmaufwand abgelten. Continue reading